Von den astralen Energiefäden und ihrem Einfluss auf den astralen Transport


(Mandrek Thyramos)

Von der gegebenen Problematik


Das im Folgenden verfasste Tractatum behandelt einen Vorfall von besonderer Seltenheit, ich wage wohl beinahe von einem Unicum zu sprechen. Es handelt sich dabei um die Verschiebung eines, im Groben gesprochen, Rückholpunktes, welcher mittels eines Kal Por Ylem markiert wurde. Im Örtlichen handelt es sich dabei um einen Punkt im alten Konzil der Magie, im Genaueren einen Punkt im Vorraum, an dem sich die Portale nach Tetharion und Calderah befanden. Die örtliche Verschiebung des durch die an selbigem Orte markierte Rune führt in die Räumlichkeiten des ehemaligen Grauen Weges. Ziel dieses Tractatums soll es nun im Folgenden sein, die Abweichungen eines astralen Reisetunnels, beeinflusst durch antimagische Felder in Verbindung astralen Reststrahlungen und -strukturen.

Von den Grundlagen


Die im Folgenden erläuterten Ausführungen und Thesen setzen ein bereits fundiertes Wissen über die Applicatii Rel Por, Kal Ort Por, Vas Rel Por, Kal Por Ylem, sowie ein erweitertes planaristisches Wissen voraus, welches hier nicht in konkretisierter Ausführung behandelt werden soll. In einigen Fällen werde ich mich auf Aussagen renommierter und im Convent der Magie angesehener Collegi beziehen. So ich mich auf jene Schriften beziehe, setze ich im Ferneren das Wissen um besagte Arbeiten im Grundlegenen für meine Schlussfolgerungen voraus.

Von den blockierenden Feldern


An vielen Orten dieses Planums, kann der Kundige Felder beobachten, welche jedweden astralenTransport eines Corpus nebst zugehörigen Animus unterbinden. Jene Felder können, im Beispiele nähergebracht, in den Feuerhöhlen des Shamegebirges, den Eishöhlen des Drachentales, sowie fast gänzlich auf der Insel Thorwall aufzufinden sein. Der interessierte Forscher wird diese Aufzählung natürlich im Weiteren besehen komplettieren können. Die genaueren Specifica dieser Felder bieten wohl genügend Stoff für mehrere Folianten und sollen in diesem Tractatum ebenfalls nur auf die relevanten Beobachtungen reduziert werden, welche nun im Folgenden erläutert werden sollen.

Ad Primo:

Befindet sich der Applicant auf eben besagtem Schutzfeld so ist es ihm das Wirken der Applicatii Rel Por, Kal Ort Por sowie des Vas Rel Por nicht möglich.

Ad Secundo:

Versucht der Applicant einen Ort mittels eines Kal Por Ylem für einen späteren Reisezauber zu markieren, so wird er feststellen, dass dieser Vorgang nicht zu beenden sein wird, da besagtes Feld die benötigte Informationen im astralen Bereich verschleiert und somit den Vorgang des Speicherns der Örtlichkeit in einer Reiserune unterbindet. So ist die Einbettung einer Ortsangabe mittels besagter Applicatio in einer Reiserune unmöglich.

Ad Tertio:

Wurde ein Ort mittels eines Kal Por Ylem markiert, es entstand aber im Nachhinein eines jener besagten Felder, so ist es dem Nutzer der Rune im Normalen besehen nicht möglich, die Rune im Weiteren zu nutzen, da der markierte Knoten zwar in der Rune gespeichert ist, das Feld es aber nicht gestattet besagten Ort auf astralem Wege zu bereisen.

Ad Quarto:

Soll es Ziel dieses Tractates sein, die spärlichen Informationen, welche der modernen Wissenschaft über den astralen Transport bekannt sind, im Besonderen über das Abrufen von astralen Informationen, bezüglich einer Örtlichkeit auf diesem Planum zu erweitern.


Von den astralen Energiefäden und ihrem Einfluss auf den astralen Transport


Bei der Astralebene handelt es sich um ein Planum, welches sich durch das Fehlen jedweder Materie kennzeichnet. Im Genaueren nachzulesen im Grundlagenwerk „Einführung in die Planaristik“, von Arcomagus Lorakh Adun. Arcomagus Adun schreibt zu dieser Thematik „…Jedes Wesen hat eine Verbindung zu ihr, doch nur einigen von ihnen ist es möglich die verscheidenartigen Energien, die sie durchziehen, wirklich zu nutzen….“. Genau an diesem Punkt soll in dieser Studie eingeharkt werden. Namentlich die Nutzung der astralen Energiefäden für den astralen Transport. Magister Garmoran Konkretisiert diesen Transport in seinem Werk „Vas Rel Por und Kal Por Ylem“ folgendermaßen :

„…Ruft man den gespeicherten Ort einer Rune nun per Vas Rel Por ab, so erweitert sich der an die Rune geknüpfte Energiefaden zu einem Tunnel, durch den die Materie transportiert wird. Die Tore bilden dabei die Öffnungen dieses Tunnels. Betritt man ein Tor wird die Materie durch die Astralebene ohne den Verlust von Zeit an das andere Ende des Tunnels teleportiert, den man durch das andere Tor verlässt. Durch das fehlen der Zeit während dieses Vorganges bekommt der Reisende von demselben natürlich nichts mit….“

Im Weiteren möchte ich nun jedoch auf jene permanente astrale Verbindungen eingehen, welche in einem Beispiel genannt den Zugang zum heutigen Konvent der Magie bilden. Auch jene beruhen auf dem Prinzip des Vas Rel Por, nur ohne selbige temporäre Beschränkung, welche dem Vas Rel Por innewohnt. Im Weiteren nun, zur Vereinfachung, als permanent bezeichnet, was natürlich nur eine Annäherung darstellt, da diese ebenfalls nicht bis zum Ende aller Zeiten bestehen müssen. Der zeitliche Bezug zur Wirkungsdauer eines Vas Rel Por wird dadurch aber verdeutlicht, was die besondere Relevanz für die hier dargelegten Thesen darstellen soll.

Die Tatsache, dass jene permanent bestehenden Portale, welche nun im Folgenden beschrieben werden sollen, nur von magisch Begabten beschritten werden können, sei hier nicht im Konkreten besprochen, da dies wohl den Rahmen dieses Tractates übersteigen würden. Doch sei für diese Studie wohl die Tatsache zu beachten, dass für die Erschaffung einer solchen Verbindung, verglichen mit dem Vas Rel Por, ein Vielfaches an Macht benötigt wird, was einen erheblich größeren Einfluss auf das Astralgewebe bedeutet als jedwede Applicatio, welche im arcanen Alltag Gang und Gebe ist. Dieser Tatsache gilt es im weiteren Verlauf dieses Tratcates eine besondere Beachtung zu schenken.

Von der Beeinflussung markierter Knoten durch blockierende Felder und den Restenergien, entstanden durch permanent erstellte Astraltunnel


Nach dieser kurzen Einführung möchte ich nun zum Kernpunkt dieses Tractates kommen. So möchte ich zunächst mit einer Beschreibung der Örtlichkeit im Konkreten beginnen. Besagter Punkt, welcher vor einiger Zeit markiert wurde liegt wie bereits beschrieben in kürzerem Abstand den Markierungen von 2 permanent erstellten Portalen, welche jedoch durch gewisse Umstände geschlossen werden mussten. Doch auch wenn diese Portale bereits geschlossen wurden, legt sich mir die Vermutung nahe, dass die astralen Fänden noch immer, beeinflusst, durch die über einen langen Zeitraum bestehenden Astraltunnel, eine Veränderung im astralen Gewebe hervorgerufen haben. Im Weiteren werde ich nun von astralen Restenergien oder Strukturen sprechen. Denn auch wenn diese keinen Eingang oder Ausgang mehr haben, legt sich mir die Vermutung nahe, das ein solcher Tunnel zwar nicht mehr zu bereisen ist, aber in seiner Grundenergie oder Grundstruktur erhalten geblieben ist, ich spreche dabei von Reststrukturen und Restenergien.

Im Weiteren besehen liegt der Punkt, an welchem sich das Portal zum gegebenen Zeitpunkt materialisiert in den Räumlichkeiten des ehemaligen Grauen Weges. Im Örtlichen erläutert in jener Räumlichkeit, welche sich zwischen den Räumlichkeiten des ehemaligen Schwarzen Weges und den Räumlichkeiten des ehemaligen Weißen Weges befinden. All diese Räumlichkeiten liegen nicht fern von besagtem markierten Knotenpunkt und waren ebenfalls nur mittels eines permanenten Astraltunnels zugänglich. So vermute ich auch an jenem Punkte die Präsenz von 3 im Astralgewebe gelegenen Restenergien oder Strukturen.

Besieht man sich nun einmal die Wirkungsweise eines Vas Rel Por so kann man im Groben sagen, dass man die Information über den Zielort in einer Rune speichert. Jene Informationen beziehen sich jedoch, da es sich um einen Transport im astralen Raum handelt, auf Anhaltspunkte auf der Astralebene.

Bedient sich nun also der Applicant einer Rune in der Absicht einen Vas Rel Por zu wirken, so sucht die Applicatio, vereinfacht gesprochen, ein Portal an der markierten Stelle zu materialisieren, was jedoch aufgrund des blockierenden Feldes nicht möglich ist. Jedoch wäre meiner Thesis zufolge auch die Information über die bestehende Restenergie, oder in anderen Worten gesprochen die Reststruktur, vorhanden, so wird sich die Applicatio wohl ihren Weg anhand dieser Informationen bahnen. Besieht man sich im Weiteren den Abstand und die Richtung beider beschriebener Lokalitäten, zu den jeweiligen Restenergien und –strukturen, so wird der Nachforschende feststellen, dass jene Punkte in der Bezugsrichtung vollkommen übereinstimmen. In Bezug auf die Entfernung können wohl durch diese eine Studie keine weiteren Aussagen getroffen werden, da es sich um eine ungleiche Anzahl von Portalen handelt und somit eine unterschiedliche Stärke an Astralenergie und Struktur. Um die exakte Verschiebung feststellen zu können, wäre also eine Konstante nötig, welche durch diese eine Fallstudie nicht berechnet werden kann.

So beschließe ich diese Studie in der Hoffnung, dass ein interessierter Leser von einer ähnlichen Abweichung Kenntnis hat und für weitere Forschungszwecke eine Rune zur Verfügung stellen kann. Denn könnte man dies Konstante berechnen und somit konkretisieren, wäre dies wohl ein großer Schritt nach vorne für die Astraltheoretik und somit die gesamte arcane Wissenschaft.

So beschließe ich dieses Tractatum mit magistrativem Gruße

-gez

Mandrek Thyramos
Lector und Magister im Konvent der Magie
Freierschaffender Wissenschaftler und Alchemist zu Calderah


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