Unterschiede der elfischen und menschlichen Magie
Lorakh Adun
Vorwort:
Heute fand ich auf seltsamem Wege ein Scriptum, welches in meiner Handschrift
verfasst wurde und wahrlich von mir stammen muss, auch wenn ich mich nicht
erinnere.
Der Inhalt jedoch ist voellig korrekt, ich werde ihn nur nach meinem heutigen
Wissensstand am Schluss erweitern und allen Interessierten freigeben.
Lorakh Adun
Hauptteil:
Diese Abhandlung moechte die Unterschiede des menschlichen Weges, die arkanen Kraefte zu wirken, und den der elfischen Voelker, aufweisen.
Dazu werde ich spaeter auch Beispiele anfuehren, um die genannten Theorien zu belegen. Zunaechst weise ich jedoch die Differenzen im allgemeinen auf.
Der Elf ist in den Augen des Menschen zwar ein vernunftbegabtes Lebewesen, jedoch wird er manchmal als "unzivilisiert" betrachtet. Dies jedoch zeugt lediglich von Unwissenheit und verwischt den Umstand, dass die elfischen Gemeinschaften bevorzugt zurueckgezogen vor fremden Zivilisationen und ungestoert leben wollen, da sie sich als Eins mit der Natur sehen. Und so auch steht es mit der Anschauung und Nutzung der arkanen Kraefte, welche der Elf niemals als getrennt von der Natur ansieht, sondern sie lediglich als ein Teil von ihr und sie auch so einsetzt. So wird man auch niemals einen Elfen antreffen, der der Magie nicht maechtig waere, denn sie gehoert zu ihrem Wesen. So auch unterscheidet sich ihre Magie derlei, dass sie nur einen kleinen Teil ihres Wirken durch Formula zum Ausdruck bringen, meist eher in Gesaengen oder eine Art, welche am ehesten als Ritualmagie bezeichnet werden kann. Jeglichem elfischen Wirken ist jedoch gemein, dass es als "intuitiv" bezeichnet werden kann und es ohne jegliche Paraphernalia ausgefuehrt wird. Der Elf fuehrt seine Applicatio eher aus der Notwendigkeit heraus aus, seine Aufgabe in der Natur zu erfuellen. Er fuehrt sie oft ohne grossartige Gestikulierung, noch mit lauter Stimme aus, denn beim Schnitzen tut er das ja auch nicht, aber genauso wendet er sie an; wie eine weitere Faehigkeit die ihm zur Verfuegung steht, welche aber niemals getrennt von seinen anderen Handlungen anzusehen ist.
Dem Menschen hingegen ist aber "die Gabe", wie sie oft genannt wird, entweder in die Wiege gelegt worden oder nicht. Verschiedene Theorien
gehen davon aus, dass in jedem Menschen die Gabe steckt, nur ist sie unterschiedlich stark ausgepraegt. Wie dem auch sei, der Mensch, der die arkanen Kraefte
nutzen will, muss sich die beherrschung muehsam von Klein auf erlernen. Er muss sich aufs peinlichste genau die Gestik und die zu sprechenden Worte
verinnerlichen. Um die Kraft zu verstehen versucht der wissenschaftliche Magier sie in gewisse Kategorien einzuordnen, selbst die Applicatio anderer
Voelker. Er schafft es durch seine Forschungen die Magie in gewisse Bahnen zu lenken, welche durch jeweils einzigartige Formel zum Ausdruck gebracht
wird. Ist der Zauber einmal angefangen benoetigt der Magier oftmals Reagenzien
welche die Wirkung seines Willens auf die astrale Matrix verstaerken. Durch
die Kategorisierung erlangt der Magier sein Verstaendis der jeweiligen Applicatio,
hat es dadurch in vielen Faellen geschafft Formeln anderer Voelker oder
Wesen zu kopieren und zu seinem nutzen abzuaendern. Das gefaehrlichste was
der menschliche Magier zustande gebracht durch seine Forschungen ist die
Magica Conjuratio. Und sie zeigt gleichzeitig einen der wichtigsten Unterschiede
der beiden Wege, denn der Mensch ist mit seiner Magie dazu in der Lage beabsichtigtwider die Natur zu handeln; der Elf ist dessen nicht faehig.
Als erstes fuehre ich den Gestaltwandlungszauber an. Dieser, in seinem Ursprung
elfischer Natur, dient dem Fey dazu, sich in sein ihm bestimmtes Seelentier
zu verwandeln. Der Elf ist dabei so sehr mit dem "Seelen"tier
vertraut, dass es seinem Wesen entspricht und er intuitiv("durch sein
natuerliches Wissen") dessen Form annehmen kann. Man koennte die Beziehung
zu seinem Seelentier auch als "Verwandt" bezeichnen und jeder
weiss, dass man manchmal Personen der gleichen Familie verwechselt. Der
Elf wechselt schlicht in eine ihm verwandte Form. Der wissenschaftliche
Magier, der diese Formel beherrschen moechte, braucht dazu genaue Kenntnis
ueber das Wesen in das er transmutieren will und somit ist diese Formel
fuer ihn sehr schwer zu erlernen. Er muss sich in seinem Geiste den Vorgang,
den Effekt, den er hervorufen will, vollkommen klarmachen und verinnerlichen,
sich im Moment des Wirkens allein darauf konzentrieren. Im Gegenzug ist
er in der Lage die Formel fuer verschiedene Wesen zu nutzen und nicht nur
fuer Tiere und ist auch nicht in seiner Anzahl beschraenkt. Dies zeigt denUnterschied der zwei Wege, wie zuvor genannt.
Ein weiteres Beispiel waere der Beschleunigungszauber. Der Elf ist auf der
Jagd und entscheidet, dass ihm die Beute entkommen wird, wenn er sich nicht
beeilt. Also beginnt er sich schneller zu bewegen und somit wird die Kraftin ihm aufgebraucht, ohne dass er dies nun willentlich eingeleitet haette.
Der Magier hingegen muss wissen worauf er sich konzentrieren will, hat somit
das Wissen erlangt ueber den Aufbau des Koerpers und braucht dieses, umseine Kraft bewusst in seine Muskeln zu lenken.
Abschliessend koennte
man also sagen, dass der elfische Weg Magie zu wirken der einfacherere
ist, denn er "ueberspringt" sozusagen gewisse Schritte bei der
Zauberausfuehrung. Es ist die direktere Magie. Aber der menschliche Weg
hat die Magie zu einer Wissenschaft erhoben, er nennt sie auch nicht umsonst
"Kunst", denn die Dinge, die dieser Weg zustandebringen kann
mutet manchmal einer Kunst an. Doch soll dieses der elfische Weg auch
garnicht darstellen, sondern lediglich seinem Anwender und damit der Natur
nutzen.
Aktuelle Anmerkungen:
Im Laufe meines Lebens, das ich bisher verbacht habe, seit ich vermutlich
diesen Text schrieb, habe ich gelernt, dass Elf nicht gleich jedem anderen
Elfen ist und so muss ich Obiges wohl auf die Waldelfen allein beziehen.
Der groesste Teil trifft zwar auch fuer andere, wie zum Beispiel Hochelfen,
zu, jedoch muss bei ihnen ergaenzt werden, dass sie sehr wohl auch bewusst
zaubern und so zum Beispiel auch Kunst schaffen, nur der Schoenheit der
Kunst wegen, obwohl auch sie darin ihren Lebenssinn sehen. (der Begriff
Kunst sollte hier als der urspruengliche, nicht wie der im obigen Textverstanden werden).
Zudem moechte ich anmerken, wodurch meine enge Sicht zustande kam:
Ich selber bin zur Haelfte dem Volke der Waldelfen zugehoerig und wandte
daher das Wissen an. Bei mir, um der Frage jeden Lesers vorzugreifen,
manifestieren sich beide Wege der Magie; es kommt ganz auf den Magiebereichan und in welcher Gefuehlslage ich mich befinde.
Vielleicht werde ich einmal ein Werk verfassen, das mein Selbststudiumoffen legt.
ooc: fuer die, diees interessiert:
Als ich den heutigen(30.8.01) Unterricht vorbereitete, ist mir dieser alte
Text in die Haende gefallen. Ich schrieb ihn vor ueber einem Jahr zu meiner
Pruefung zum Magier unter Relnor Askiri; damals war es Pflicht ein Werkfeier Wahl, dieser Art zu verfassen :), um die Pruefung zu bestehen. Aberdas war in einer anderen alten Welt, von der Lorakh keine Erinnerung mehrhat.
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